Aktuelles. News.
Aktuelles. News.
Hier veröffentliche ich regelmäßig Information über aktuelle Projekte und Veranstaltungen.
Eine ausführlichere Übersicht zu meiner bisherigen Arbeit finden Sie auf meiner Publikationsliste, auf der Liste bisheriger Formate der Wissensvermittlung und bei meinem Illustrations-Portfolio.
/// On this page, I regularly publish information about current projects and events. ///
For a more detailed overview of my work see my list of publications, my list of previous formats for knowledge transfer, and my illustration portfolio.
2. Januar 2026
„Demokratie braucht Methode”: Was wir aus Protesten für die politische Bildung lernen können
“Demokratie ist anstregend, aber das Beste, was uns passieren kann”, stand auf einem Protestplakat bei einer der großen Demonstrationen gegen Rechtsextremismus 2024. Vor knapp zwei Jahren begann die Protestserie, bei der über 4 Mio. Menschen deutschlandweit auf die Straße gehen sollten. Und vor etwa einem Jahr erschien unsere Studie für die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und das ipb (Institut für Protest- und Bewegungsforschung), für die wir Teilnehmende von Demonstrationen in Dresden und Hamburg befragt hatten. Jetzt haben meine Ko-Projektleiterin Nina-Kathrin Wienkoop und ich einige Lehren für die politische Bildung zusammengefasst, die im neuen Methodenhandbuch der FES erschienen sind (ab S. 46). Unter dem Titel “Demokratie braucht Methode” finden politische Bildner*innen praxisnahe und beteiligungsorientierte Formate, die anregen sollen - “zum mitmachen, streiten, zuhören, mitgestalten und wirksam werden.”
10. Dezember 2025
“Take me down the rabbit hole…”: Buch mit Illustrationen zu Digitalen Kulturen erschienen
“Take me down the rabbit hole…“ …mit in die Welt der digitalen Kulturen. Ich habe ein Buch geschrieben, gemeinsam mit Maik Fielitz und Wyn Brodersen. Darin beleuchten wir die diversen Facetten digitaler Kulturen aus sozialwissenschaftlicher Perspektive – von ihrem demokratischen Potenzial über ihre Kontrollmechanismen bis hin zu ihrem Einfluss auf individuelles Verhalten und kollektive Prozesse im Netz. Anhand von 36 Fragen gehen wir den unterhaltsamen, aber auch den besorgniserregenden Tendenzen digitaler Kommunikation nach: Wie kommt man ins Auge des Shitstorms? Sind wir verdammt zum Doomscrolling? Wie schafft es ein Meme auf das Cover der New York Times? Was für Formen der Partizipation gibt es im Internet? Warum ist Shitposting in rechtsextremen Kreisen so beliebt? Führen uns Algorithmen ins Rabbit Hole? Das Format der utb-Reihe „Frag doch einfach! Klare Antworten aus erster Hand“ ist leicht verständlich und geeignet für Lehrende, Studierende - und alle anderen. Noch anschaulicher wird es durch die vier Illustrationen und die Infografik mit Zahlen und Fakten, die ich für das Buch angefertigt habe.
30. November 2025
Fashwave: the Alt-Right´s aestheticization of politics and violence
How do you think does the image above incite right-wing extremist terror? My and Maik Fielitz´s chapter on “Fashwave” has been reprinted in the book “Violent Images”. This essay takes the case of Fashwave – the digital aesthetic style of the Alt-Right – to illuminate the strategic value of ‘art’ production in the radicalization of far-right online communities. These images aim to encourage users to engage with violence and terrorism for the cause of white supremacism. In the chapter, we explain some of the most frequent visual features, narratives and persuasion strategies based on empirical material shared on Telegram. With the help of image examples - such as the one above - we illustrate how the alt-right not only tries to legitimize its violent world views and deeds by claiming it was necessary to protect some sort of trans-historic tradition and heritage ‘against the modern world’. We also show how it aims to gain cultural and intellectual capital by labelling its visual propaganda ‘art’ and by presenting it in line with art-historical avant-garde, such as ancient Greco-Roman statues and the early-twentieth-century Futurist movement. This chapter was first published in the book “Dada Data” in 2020.
18. November 2025
“Es ist sehr hilfreich, wenn Kreative soziale Bewegungen mit ihrem Können unterstützen”, finde ich im frisch erschienenen Interview mit PAGE - dem Magazin der Kreativbranche. Denn wenn visuelle politische Kommunikation ästhetisch ansprechend gestaltet ist, ist es wahrscheinlicher, dass sich Menschen damit identifizieren und eine Bewegung unterstützen oder sich ihr sogar anschließen. Das gilt aber leider nicht nur für progressive Bewegungen, sondern auch für rückschrittliche oder sogar rechtsextreme - die durch modernes Design oft den Anschein erwecken wollen, sie seien zukunftorientiert. Die aktuelle Ausgabe von PAGE steht unter dem Motto “Changing Design: Wie sich die Kreativbranche 2026 neu erfindet und warum es dafür vor allem Solidarität braucht”.
Interview in PAGE - Magazin der Kreativbranche
24. Oktober 2025
Protest - Plakat - Politik: Essay im Ausstellungskatalog & Podium im Museum für Gestaltung Zürich
Plakate sind ein zentrales Medium für die visuelle politische Kommunikation im öffentlichen Raum. Das gilt für solche “von oben” – beauftragt von Regierungen oder erfolgreichen Revolutionsbewegungen – als auch für solche “von unten” – als Ausdrucksmittel von Protest und sozialen Bewegungen. Sie komprimieren Forderungen und Botschaften mithilfe einprägsamer Grafiken und Texte und machen sie damit leichter (be-)greifbar als komplexe politische Manifeste. Protestplakate ermöglichen sowohl kognitive als auch emotionale Zugänge zu Protest: Sie helfen dabei, Fakten und Argumente prägnant zusammenzufassen, aber sie können auch die Empörung, Wut oder Begeisterung auslösen, die Menschen dazu bringen, Forderungen zu unterstützen und für eine Sache einzutreten. Das Museum für Gestaltung Zürich hatte mich dazu eingeladen, darüber ein Eröffnungsessay für das Heft “Resist"!” zu schreiben, erschienen in der Serie “Poster Collection”. Heute spreche ich dazu außerdem bei einem Podiumsgespräch im Rahmen von “Zürich liest”.
2. September 2025
Wissenschaftliche Analyse für die “Partnerschaft für Demokratie” in Bochum
„Demokratie leben!“ im Pott – kurz vor den Kommunalwahlen in NRW: Heute treffe ich in Bochum viele Menschen aus der Zivilgesellschaft und der Verwaltung aus der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“ (PfD). Sie soll die Stadtgesellschaft und die Verwaltung darin stärken, sich für Demokratie und Vielfalt einzusetzen und Extremismus zu bekämpfen und vorzubeugen. Als unabhängige Expertin erstelle ich eine sogenannte Situations- & Ressourcen-Analyse für die Stadt Bochum und den Kinder- und Jugendring Bochum e.V. (Fach- und Koordinierungsstelle der PfD). Sie soll den Beteiligten dabei helfen, ihre Handlungs- und Schutzkonzepte zu überarbeiten: um demokratische Teilhabe in der Stadt zu fördern, Diversität zu schützen und Ungleichwertigkeitsideologien entgegenzutreten.
Blog article on EU migration policies and 10 years of NGO sea rescue operations
26. August 2025
In June 2025, for the first time the German government participated in the meeting of the EU “immigration hawks”, which is an informal bloc of primarily right-wing-governed EU member states pushing for more restrictive migration policies. At the same time, the German government decided to cut funds for non-governmental organisations (NGOs) in the field of search and rescue in the central Mediterranean sea - one of the deadliest migration routes worldwide. How can the EU and its member states take their legal responsibility for saving lives at sea – and ensure that such NGOs are no longer needed in the first place? This is the central question of my blog article for EU RENEW, a multidisciplinary and global research and education network on Europe in the world.
8. August 2025
Social movements in Berlin: guest lecture for college students from the US
Which social movements have been the most visible in Berlin in recent years? And which youth-led movements have had an impact on the local political debate - and beyond? I was invited to hold a lecture on these questions by the Political Science program of Pima Community College (Tucson, Arizona), while its undergraduate students and faculty visited Berlin. In the tailor-made lecture for their course on diversity and (youth) activism, I elaborated on movements across the ideological spectrum - ranging from the climate movement (“Fridays for Future” and “Letzte Generation”) and leftist activism against the housing crisis (e.g. “Deutsche Wohnen & Co. enteignen”, see photo) to far-right activism by PEGIDA and related to AfD´s former youth organization “Junge Alternative”.
22. Juli 2025
“Sisyphus auf der Straße”? Interview zu Protesten mit dem ZEIT WISSEN Magazin
Mit dem ZEIT WISSEN Magazin habe ich über den langen Atem geredet, den Engagierte in Protestbewegungen brauchen, um etwas zu bewegen: “‘Der Aufstieg dieser horizontalen Proteste ging nicht zufällig mit dem Aufstieg des Internets einher’, sagt die Berliner Protestforscherin Lisa Bogerts. Das Internet selbst stand für ein Netz, in dem alle Knoten gleich sind, es keine Hierarchie gibt. Das ist zwar falsch, aber der Mythos hält sich bis heute. Horizontale Proteste sind auf ehrenamtliches Mitmachen angewiesen, daher ist die Fluktuation der Teilnehmenden sehr hoch. ‘Institutionelle Strukturen können helfen, den Protest mit den nötigen Ressourcen zu versorgen’, sagt Bogerts. Die Gewerkschaften haben dies lange gezeigt, aber ihre Hochzeiten liegen schon einige Jahrzehnte zurück.
21. Juni 2025
Seminar zu “Kunst & Kultur in städtischen Konflikten” an der FU Berlin
Diese Woche war ich als Gastdozentin am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft (OSI) der Freien Universität Berlin: Mit den Studierenden durfte ich darüber diskutieren, welche Rolle kreative und ästhetische Mittel in stadtpolitischen Konflikten spiellen, u.a. zu Wohnraum und Verdrängung. Danke an den Arbeitsbereich Friedens- und Konfliktforschung der FU für die Einladung!
14. Juni 2025
Pop-up-Ausstellung und Tour an der Uni Magdeburg
Zur Langen Nacht der Wissenschaft kamen sowohl Menschen aus der Magdeburger Stadtgesellschaft als auch internationale Studierende der Peace and Conflict Studies. Für die Otto-von-Guericke-Universität stellte ich eine kleine Ausstellung zusammen, um Forschungsergebnisse zu extrem rechter digitaler Kommunikation zu zeigen und zu diskutieren. Die Tour fand zweisprachig, auf Deutsch und Englisch statt, um möglichst viele Perspektiven einzubeziehen. Mehr zum Thema “Vom Meme zum Hass” können Sie in diesem Interview mit mir im Deutschlandfunk hören.
20. Mai 2025
Book chapter in the book “Imagery of Hate Online”
How do right-wing extremists spread racist, misogynist and queerphobic content on Telegram? I co-wrote a chapter in the open access book "Imagery of hate online" with Maik Fielitz, Wyn Brodersen and Pablo Jost. The book was edited by Matthias Becker and his colleagues from and the project "Decoding Antisemitism". Check out our chapter "Pictured hate. A visual discourse analysis of derogatory memes on Telegram" for free!
22. April 2025
Finally out: David Shim and I have contributed a chapter about "Visuality" to the text book "Thinking World Politics Otherwise. A Diverse Introduction to International Relations". Our chapter discusses concepts of Visual Culture, and explores how they help us to better understand world politics. In particular, we show how vision and visuality are deeply connected to questions of power, and how Visual Culture addresses concepts of power and resistance. We close with a reminder to remain sensitive when working with images in the field of International Relations (IR).
“Thinking World Politics otherwise” published by Oxford University Press
Protestforschung:
Interview-Portrait in der taz
18. März 2025
Mit der Journalistin Marie Frank sprach ich in der taz - die tageszeitung über die Möglichkeiten und Grenzen der Protestforschung. Anlass waren die Proteste für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, die im Vorfeld der Bundestagswahlen wieder viel Zulauf bekamen: “Der Erfolg von Protest wird öffentlich sehr streng eingeschätzt. Es wird geschaut: Haben die Proteste die Politik konkret verändert?” Aber die meisten Befragten hatten primär das Ziel, “[…] öffentlich ein Signal zu senden: Wir sind die Mehrheit, die Zivilgesellschaft ist wachsam. Und wir wollen Menschen zur Wahl motivieren, die traditionell nicht wählen gehen.”
20. Februar 2025
“Proteste als Kitt für die Brandmauer?” Interview für die Süddeutsche Zeitung
Anlässlich einer Großdemonstration in München vor der Bundestagswahl interviewte mich die Süddeutsche Zeitung zur möglichen Wirkung von Großdemonstrationen. Dafür blickten wir auch auf das Protestjahr 2024 zurück, als ich mit Kolleg:innen des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung (ipb) Demonstrationsteilnehmende in Dresden (s. Foto) und Hamburg befragte.: „Wichtig bei den aktuellen Protesten ist, dass auch die bürgerlich-konservativen Kreise angesprochen werden. Nur so ist es möglich, die Brandmauer wieder zu errichten beziehungsweise sie zu kitten.“
“Wertschöpfung”: Podcast-Interview für Studio ZX (ZEIT-Verlagsgruppe)
19. Februar 2025
Was haben die Demokratieproteste 2024/25 gebracht - für die Gesellschaft und für die Einzelnen? Was können wir im Alltag tun, um für eine demokratische Gesellschaft einzustehen? Ich habe dazu mit dem neuen Podcast "Wertschöpfung" von Studio ZX/ZEIT-Verlagsgruppe und Siemens gesprochen (Folge 1, ab Min. 5). Die Basis dafür war die Studie "Ohne Demokratie ist alles nichts": Bei zwei Demonstrationen im Juni 2024 gab über die Hälfte (53%) der Befragten an, sie führten seit der Protestwelle zu Jahresanfang häufiger politische Diskussionen im Alltag. Immerhin knapp ein Viertel (23%) sagte, sie greifen bei Diskriminierung häufiger ein.
“Ohne Demokratie ist alles nichts": FES-/ipb-Studie zu Protestbefragung erschienen
10. Dezember 2024
Wer waren die Menschen, die in der ersten Jahreshälfte 2024 deutschlandweit auf die Straße gingen und gegen Rechtsextremismus protestierten? Wie erlebten sie die Gefahr durch den Rechtsextremismus? Was erwarteten sie von dem Protest und was forderten sie von der Politik? Zu diesen Fragen leitete ich zusammen mit mit Dr. Nina-Kathrin Wienkoop ein Forschungsprojekt, das wir mit Kolleg:innen vom Institut für Protest- und Bewegungsforschung (ipb) im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) durchführten. Die Studie ist jetzt erschienen. Die Ergebnisse diskutierten wir diese Woche bei einem Fachgespräch mit Expert:innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Forschung.
Learning from the diaspora: study & podcast about relocated at-risk artists
28. November 2024
Restricted freedom of speech, authoritarian regimes and violence make many artists leave their country in search for safer spaces. Some of them can continue their artistic work in Europe through a temporary international relocation program. But what happens when these support programs end and the artists cannot return to their contries of origin? What are the needs of newly arrived at-risk artists and how can there be more sustainable and empowering working opportunities? In our short study in English and a longer version in German, Serap Yılmaz-Dreger and I provide some ideas, based on interviews and a design thinking sprint. If you prefer listening to reading, check out our interview in ifa´s podcast (Institut für Auslandsbeziehungen).